Ein Schwarm zieht ein

Die Imkerei ist immer wieder für eine Überraschung gut. Gestern hatte ich ein Erlebnis, dass einem zeigt, dass die Honigbiene zwar ein Nutztier ist, jedoch keineswegs domestiziert ist. Der Imker kann zwar versuchen ihr Verhalten in eine Richtung zu lenken, die er gerne hätte, aber am Ende machen sie doch, was sie wollen.

Gestern Vormittag konnte ich beobachten, wie sich ein Bienenschwarm in ca. 15-20m Höhe in einer Esche gesammelt hat. Das ist leider etwas zu hoch für mich, um ihn einzufangen. Ich habe die Gelegenheit genutzt, den Nachbarn und zwei Kunden das Schauspiel zu zeigen.

So nah und doch so fern….

Ich hatte noch überlegt, evtl eine leere Beute hinzustellen in der Hoffnung das der Schwarm dort von selber einzieht. Nach ca. 30 Minuten hat sich der Schwarm wieder aufgelöst und ist weiter geflogen. Also keine leere Beute aufstellen. Wie sich heraus gestellt hat, war das auch nicht nötig. Der Schwarm hat sich einen meiner Ableger als neue Heimat ausgesucht. Da waren allerdings schon Bienen drin. Die hatten nur noch keine Königin, da der Ableger erst vor vierzehn Tagen gebildet wurde. Nach ein paar Stunden Trubel vor dem Flugloch war der Schwarm eingezogen und es war wieder Ruhe. Einen Kampf scheint es nicht gegeben zu haben, da keine toten Bienen vor dem Flugloch zu sehen waren. Sah nach einer freundlichen Übernahme aus. Vielleicht weil der Ableger noch keine Königin hatte.

Ein Schwarm zieht in einen Ableger ein

Bärenfang 2020

Auch in diesem Jahr habe ich einen Bärenfang hergestellt und abgefüllt. Bärenfang ist ein Likör basierend auf Honig. Habe ich im letzten Jahr noch Wodka verwendet, ist dieses Jahr ein Weingeist mit 96% eine der Grundzutaten. Das Rezept ist eigentlich denkbar einfach:

  • ein Teil Honig
  • ein Teil Weingeist 96%, z.B. Primasprit 96% extra fein filtriert
  • ein Teil stilles Mineralwasser
  • 3-4 geviertelte Zitronen (Bio)

Der Ansatz wird eine Tage stehen gelassen und regelmässig geschüttelt. Anschliessend werden die Zitronen herausgeholt. Der Honiglikör hat dann einen Alkoholgehalt von ca. 32-33%.

Im Grunde ist der Likör jetzt schon trinkfertig. Er ist allerdings noch trüb und im laufe der Zeit setzen sich die Schwebstoffe auf dem Boden ab. Eigentlich nicht schlimm, aber das Auge trinkt auch mit. Aus diesem Grund wird der Likör jetzt noch gefiltert. Dazu habe ich mir eine Rover Pulcino 10 Filterpumpe angeschafft. Der Filtervorgang läuft dann folgendermaßen ab:

  • Likör durch ein Leinentuch giessen, dass filtert schonmal die groben Partikel heraus
  • Likör mit Hilfe der Filterpumpe und einem groben Filter umpumpen und
  • zum Schluß noch einmal mit einem feinen Filter pumpen.
  • Zum Schluß in Flaschen abfüllen

Das Ergebnis ist ein klarer Likör der von der Farbe einem Weißwein ähnelt.

Natürlich kann der Likör auch käuflich erworben werden. In diesem Sinne: Prost!

350ml Bärenfang
Rover Pulcino 10 Filterpumpe

Endlich Frühling

Gab es vor zwei Wochen noch eingeschneite Beuten, waren die Temperaturen in der letzten Woche teilweise über 20 Grad. Zeit für die Frühjahrsnachschau.

Ich habe acht Völker eingewintert. Davon fünf Wirtschaftsvölker und drei Ableger. Glücklicherweise haben alle acht Völker den Winter gut überstanden. Sechs Völker auf zwei Zargen und zwei Völker auf einer Zarge. Die drei Ableger werden in diesem Jahr das erste Mal Honig zur Ernte sammeln. Allerdings behalte ich nur einen und zwei habe ich an einen anderen Imker verkauft.

Die auf zwei Zargen überwinterten Völker befinden sich in der Regel zu Beginn des Frühjahrs hauptsächlich in der oberen Zarge. Dort ist noch Futter vorhanden und die Königin legt dort ihre Eier. Die Waben der unteren Zarge sind in der Regel komplett leer. Keine Brut und kein Futter. Für die Wabenhygiene tausche ich dann die untere mit der oberen Zarge und entnehme der nun oberen Zarge die verschmutzen Waben. Die alten Waben werden mit Mittelwänden oder leeren Honigwaben aus dem Vorjahr ersetzt. Das Volk sitzt jetzt wieder unten und kann sich nach oben vorarbeiten.

Frühjahrsnachschau

An die zweite Stelle der oberen Zarge kommt ein sogenannter Drohnenrahmen. Das ist ein leerer Holzrahmen den die Bienen ohne vorgegebene Mittelwand ausbauen. Die Zellen sind dadurch etwas größer und die Königin legt dort bevorzugt die unbefruchteten Eier hinein aus denen sich die Drohnen entwickeln. Die Varroamilbe vermehrt sich in den Zellen mit Drohnenbrut stärker, da die Drohne drei Tage länger benötigt, um zu schlüpfen. Zur Reduzierung des Varroabefalls schneide ich diese Waben regelmässig vor dem Schlupf aus. Die Maden sind ein gerne genommenes Futter für die Hühner in den Nachbargärten und die Waben sind feinstes reines Wachs zum einschmelzen.

Fast ausgebauter Drohnenrahmen

Natürlich bleiben noch genügend Drohnen im Volk, da auch in den normalen Brutwaben bevorzugt an den Rändern unbefruchtete Eier sich zu Drohnen entwickeln. Sie sind wichtig für die Befruchtung anderer Königinnen und auch notwendig für das allgemeine Wohlbefinden des Volkes. Bienenvölker nehmen auch gerne fremde Drohnen auf und verpäppeln sie, bis sie im Spätsommer alle hinausgeworfen werden.

Warten auf den Frühling

Trotz des strahlend schönen Wetters in der letzten Woche war noch zu kalt, um die Arbeiten der Frühjahrsnachschau an den Völkern durchzuführen. Die zwei wärmeren Tage konnten die Bienen nutzen Pollen einzutragen, um die Brut zu pflegen. Die Königinnen legen jetzt vermehrt Eier und die Völker bereiten sich auf die Massentrachten (Obstblüten, Raps) vor.

Vorher möchte ich gerne einige Arbeiten an den Völkern durchführen. Dazu gehören

  • überschüssige Futterwaben entnehmen, lagern und durch Mittelwände ersetzen,
  • ggf. die ersten Leerrahmen für die Drohnenbrut geben.
  • die Böden vom Totenfall des Winters befreien und
  • die Rahmen aus der untersten Zarge entnehmen, die obere Zargen nach unten setzen und oben komplett neue Rahmen zu geben.

Dafür muss es aber einen Tag schön warm bei a die 20 Grad sein, damit die Brut nicht geschädigt wird.

Stattdessen haben wir Schnee und Temperaturen um den Gefrierpunkt. Die Fluglöcher sind teilweise eingeschneit und müssen vom Schnee befreit werden. Die Menge des vorhandenen Futters muß kontrolliert werden und ggf. nachgefüttert werden, damit die Bienen auf der Zielgeraden nicht noch verhungern.

Beuten im Schnee

Die Mittelwände für den Zargentausch und die ersten Honigräume sind auf jeden Fall vorbereitet und warten auf Einsatz.

Vorbereitete Mittelwände

Was machen die Bienen eigentlich im Winter?

Nach der letzten Varroabehandlung mit Ameisensäure oder Thymol sowie der ggf. notwendigen Auffütterung läßt man die Bienen im Winter in Ruhe. Man kontrolliert ab und zu das Gewicht der Beuten, um festzustellen, ob das Futter noch bis zum Frühling ausreicht und man führt im Dezember noch eine letzte Varroabehandlung mit Oxalsäure durch.

Die Völker auf zwei Zargen habe ich mit einem Gewicht zwischen 33kg und 35kg eingewintert. Die Völker auf einer Zarge hatten ein Gewicht von ca. 25kg. Das reicht in der Regel bis zum Frühjahr. Die Bienen befinden sich in der Wintertraube und wandern von Futterwabe zu Futterwabe. Bei milden Temperaturen von über 10 Grad und Sonnenschein gehen sie auch mal raus und entleeren ihre Kotblase. Es ist erstaunlich, was sich im Darm einer Biene in den Wintermonaten ansammelt.

Hinterlassenschaften einer Biene

Stand heute sind alle Völker bei bester Gesundheit und haben noch genug Futter.

Die Oxalsäurebehandlung gegen die Varroamilbe im Dezember muß bei Brutfreiheit gemacht werden, da sie nicht durch die Wabendeckel in die Brut wirkt. Deshalb sollte es ca. drei Wochen vorher möglichst kalt gewesen sein, damit die Königin keine Eier legt. Drei Wochen später sollte keine Brut mehr da sein und man kann die Behandlung beginnen. Dazu erstellt man mischt man Oxalsäure mit Zucker und beträufelt die Bienen in der Traube damit. Das sollte möglichst schnell gehen, damit die Bienen der Kälte nicht zu lange ausgesetzt sind. Durch Ihren Putztrieb verteilen die Bienen die Lösung und die ansitzenden Milben sterben ab.

Ansonsten warten wir auf den Frühling, der sich heute schonmal gezeigt hat. Ein milder sonniger Wintertag nach Sturmtief Sabine. Die Bienen waren heute sehr aktiv.

Sonniger Tag im Februar
Schneeheide, Winterling, Schneeglöckchen und Krokusse blühen

Bienengesundheit

Neben der Varroamilbe ist eine der schlimmsten Gefahren für die heimischen Honigbienenvölker die Amerikanische Faulbrut (AFB). Gegen die Varroamilbe gibt es diverse Behandlungsmöglichkeiten und -konzepte. Ist aber einmal die AFB bei einem Volk ausgebrochen, werden von Amts wegen alle Völker des Bienenstandes abgetötet und ein Sperrbezirk, um den betroffenen Bienenstand eingerichtet. Aus diesem Sperrbezirk dürfen keine Bienenvölker herausgebracht und keine Bienenvölker hineingebracht werden. Die Völker sämtlicher Imker in diesem Sperrbezirk werden untersucht. Ein solcher Sperrbezirk wird erst wieder aufgehoben, wenn sichergestellt ist, das keine weiteren Völker befallen sind. Das kann sich über Monate und sogar Jahre hinziehen.

Die Krankheit wird durch ein Bakterium ausgelöst, welches über Sporen ausschließlich die Larven infiziert. Die Larven sterben dann im Vorpuppenstadium ab. In einem frühen Stadium des Befalls können die Bienen die erkrankte Brut aus den Zellen entfernen. In diesem Stadium kann auch der Imker das Volk noch sanieren und retten. Je weiter der Befall fortschreitet, bleibt nur noch das Abtöten der Völker, um ein Ausbreiten der Seuche zu verhindern.

Um zu erfahren, ob meine Völker von der AFB befallen sind, mache ich einmal im Jahr, organisiert über den Imkervein Trittau, eine Futterkranzprobe, die im Labor untersucht wird. Dabei wird pro Volk aus dem Futterkranz einer Brutwabe ein Esslöffel Honig mit Wachs entnommen. Die gesammelte Probe wird ins Labor geschickt und untersucht.

Die Probe in diesem Jahr haben wir Anfang Oktober entnommen und jetzt sind die Ergebnisse verschickt worden. Meine Bienen sind frei von Faulbrutsporen und das entsprechende Gesundheitszeugnis liegt vor.

Aktuelles Gesundheitszeugnis

Wachsgewinnung und Reinigung im Spätsommer

Winter is coming. Die Arbeiten an den Bienen sind für dieses Jahr weitgehend abgeschlossen und die Bienen für die Einwinterung vorbereitet. Die Völker sind, soweit notwendig, aufgefüttert und die Sommerbehandlung gegen die Varroamilbe ist durchgeführt. Bis auf die Winterbehandlung im Dezember ist ausser gelegentlichen Kontrollen nichts mehr an den Bienen zu tun. Der Imker kann sich anderen Arbeiten widmen. Ich habe begonnen das im laufe des Jahres gewonnene Wachs zu bearbeiten und noch nicht ausgeschmolzene alte Waben zu schmelzen. Vor einiger Zeit habe ich beschrieben, wie man mit Hilfe von Sonnenenergie alte Waben ausschmelzen kann. Das funktioniert jetzt leider nicht mehr. Wenn die Sonne denn mal scheint, steht sie zu tief und der Sonnenwachsschmelzer wird nicht mehr heiß genug. Jetzt kommt der Dampfwachsschmelzer zum Einsatz. Wasser wird in einem abgeschlossenem Behälter zum Kochen gebracht und der heiße Wasserdampf wird in ein Behälter mit den Waben geleitet. In dem Behälter wird es so heiß, dass das Wachs schmilzt und durch eine Öffnung im Boden des Behälters in ein Gefäss fließt. Der Vorteil an dem Dampfwachsschmelze ist, dass ich bis zu dreizehn Waben in einem Rutsch ausschmelzen kann.

Das ausgeschmolzene Wachs muß anschliessend gereinigt werden. Diesen Vorgang nennt man klären. Das gesamte aus den Waben ausgeschmolzene und wieder fest gewordene Wachs wird in einem Wasserbad erneut geschmolzen. Das Wasser muss kalkfrei sein, sonst bekommt das Wachs eine gräuliche Farbe. Ich nehme dazu aufgefangenes Regenwasser aus der Regentonne. In einem ausrangierten Kochtopf wird das Wachs mit dem Wasser geschmolzen und dann gesiebt. Für das Sieben nehme ich ausrangierte Nylonstrümpfe. Da kann das Wachs durchfließen und der grobe Dreck bleibt im Strumpf.

Das flüssige Wachs muß jetzt langsam abkühlen. Während des Abkühlens sinken feinere Verunreinigungen nach unten. Nach ca. 24 Stunden ist das Wachs fest geworden und kann aus dem Gefäß entnommen werden. Die Verunreinigungen befinden sich jetzt am Boden des Wachsblockes und kann mit einem Spatel entfernt werden. Diesen Vorgang wiederholt man zwei- bis dreimal. Dann hat das Wachs einen Reinheitsgrad, dass man neue Mittelwände herstellen kann. Für die Kerzenherstellung sollte man den Vorgang häufiger durchführen.

Honigernte 2019 – Teil 2

Gestern war der letzte Schleudertag für 2019. Die Sommertracht, hauptsächlich Linde, ist vorbei und die Bienen müssen schon von den Vorräten zehren. Die paar Blüten aus den Gärten reichen nicht mehr für die alleinige Ernährung der Völker. Zur Zeit blühen unter anderem viele Kräuter und der Lavendel.

Honigbiene auf Thymianblüten

In der Zwischenzeit habe ich insgesamt nochmal 80 Kilo hauptsächlich Frühtracht geerntet. Gestern sind nochmal ca. 40kg Sommerhonig dazu gekommen. Mehr gaben die Wetterverhältnisse wohl nicht her.

Der Sommerhonig fließt.

Nach der Ernte habe ich die Völker gewogen, um den kurzfristigen Futterbedarf zu bestimmen. Das Gewicht der Beuten lag zwischen 15 und 27 Kilo. Die leichten Völker bekommen jetzt eine größere Futtergabe und die schweren eine kleinere. Ich füttere mit Ambrosia Futtersirup. Den gibt es in 14 Kilo Eimern und ist fertig gemischt. Deutlich bequemer als die Zuckerlösung selber herzustellen. Die leichten Völker bekommen direkt einen 14 Kilo Eimer zugefüttert. Den Eimer stelle ich geöffnet ins Volk etwas Stroh in den Eimer, damit die Bienen nicht ertrinken und eine Leerzarge drumherum. Haben die Völker das Futter abgenommen, beginnt die Behandlung gegen die Varroamilbe.

Leerzargen, Futtereimer und Stroh für die Fütterung
Der Eimer kommt direkt auf den Brutraum
Eine Leerzarge um den Eimer
Stroh in den geöffneten Eimer
Deckel drüber und warten

Wolltest Du nicht schon immer mit der Imkerei anfangen?

Dann ist jetzt die beste Gelegenheit. Ich habe aktuell zwei Sammelbrutableger abzugeben. Ableger von Bienenvölkern werden gebildet, um das Volk vom Schwärmen abzuhalten. Dafür werden je nach Größe des Volkes ein bis drei Brutwaben dem Volk entnommen und in eine leere Beute gegeben. Das macht man mit mehreren Völkern und wenn in einer Zarge fünf bis sechs Brutwaben sind, gibt man noch zwei Futterwaben dazu und füllt den Rest mit Mittelwänden auf. Die beiden Ableger sind Anfang Mai gebildet worden, die Königin ist geschlüpft und bereits in Eilage. Die Königin ist standbegattet, d.h sie ist nicht auf eine Insel oder Belegstelle begattet worden sondern im Umkreis des Ablegerstandortes.

Der Preis pro Ableger beläuft sich auf €60,-. Kontaktdaten entnehmt ihr bitte dem Impressum. Ein Gesundheitszeugnis ist natürlich vorhanden.

Sammelbrutableger

Honigernte 2019 – Teil 1

Am Sonntag sollten die ersten Mitte April aufgesetzten Honigräume abgeerntet werden. Mitte April hatte ich noch auf eine frühere Ernte gehofft, aber die zwei kalten Wochen im Mai haben dazu geführt, dass der in den warmen Aprilwochen eingetragene Honig wieder verbraucht wurde.

Wie bekommt man jetzt die Bienen aus dem Honigraum? Man kann jede einzelne Waben herausnehmen und Wabe für Wabe die ansitzenden Bienen abfegen oder aber man nutzt den Drang der Bienen, nahe bei ihrem Volk und ihrer Königin zu sein, aus. Dazu verwendet man einen Zwischenboden mit einem Loch in der Mitte und setzt in dieses Loch eine Bienenflucht ein. Durch diese Bienenflucht gelangen die Bienen aus dem Honigraum zu dem Rest des Volkes aber nicht wieder zurück. Nach ca. 24 Stunden ist der Honigraum nahezu frei von Bienen.

Zwischenboden
Eingesetzte Bienenflucht im Zwischenboden
Ausgänge der Bienenflucht

Der Zwischenboden wird nun zwischen dem oberen und unteren Honigraum eingesetzt und am nächsten Tag kann der Honigraum ohne Bienen mitgenommen werden.

Eingesetzter Zwischenboden

Am Sonntag waren nun alle oberen Honigräume frei von Bienen und ich habe mit dem Refraktometer den Wassergehalt des Honigs der einzelnen Honigräume gemessen. Laut Honigverordnung darf der Wassergehalt von Honig 20% nicht übersteigen. Füllt man Honig nach DIB-Qualität ab, darf er nur maximal 18% Wassergehalt haben. Bei drei Völkern lag der Wassergehalt noch bei zwischen 19% und 21%. Lediglich zwei Honigräume hatten zwischen 16,5% und 17%. Die Honigräume der drei Völker habe ich wieder zurückgestellt, damit die Bienen ihn weiter trocknen können. Die zwei anderen Honigräume waren aber gut gefüllt und ziemlich schwer.

Jetzt geht es an die klebrige Arbeit. Die mit Wachs verdeckelten Honigwaben werden entdeckelt.

Verdeckelte Honigwabe
Entdeckelte Honigwabe

Anschließend kommen maximal vier Honigwaben möglichst gleich schwer in die Honigschleuder. Der sich am Boden der Schleuder sammelnde Honig fliesst aus dem Quetschhahn der Schleuder durch einen groben Sieb in einen Eimer. Der grobe Sieb filtert die größeren Verunreinigungen, z.B. Wachsreste, aus dem Honig heraus. Dann fliesst der Honig durch einen feinen Sieb in den Abfülleimer. Der Honig muss nun ein paar Tage stehen, wird dann oben abgeschäumt und cremig gerührt. Das dauert je nach Honigsorte ein bis drei Wochen. Kann auch länger dauern. Das Rühren verhindert, dass der Honig grobkörnig kristallisiert. Die Zuckerkristalle werden dabei gebrochen und der Honig erhält eine feincremige Konsistenz. Am Ende habe ich ca. 40kg Frühtrachthonig mit Obstblüte und Raps geerntet.

Honig fließt aus der Schleuder durch einen groben Sieb
Anschliessend durch einen feinen Sieb
Fast 40kg feiner Frühtrachthonig von zwei Völkern